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Pressespiegel
(Quelle: Tauber Zeitung,
23. März 1999)
Man hätte noch
stundenlang zuhören und zuschauen können
Cocktail mit beliebten Melodien der 50er
Jahre Wandelhalle ausverkauft
Vor einem restlos begeisterten Publikum servierte
das Ensemble des Kulturnetzes Mannheim-Ludwigshaften
einen luftigen, spritzigen und lustigen Cocktail
mit beliebten Melodien der 50er Jahre am Freitag
abend in der Bad Mergentheimer Wandelhalle.
Viele Menschen haben sie noch vor den Augen
und im Ohr: Die Bilder und Töne der 50er
Jahre. Es war sicherlich eine turbulente, eine
sehr wilde, aber auch etwas verrückte Zeit.
Es waren aber auch Jahre, in denen ein neues
Lebensgefühl entstand. Die Menschen wollten
den Krieg vergessen und hofften, dass alles
wieder normal wird. Aus diesem Bedürfnis
heraus entstand ein stark geprägter Zeitgeist
mit zahlreichen Neuerungen wie TV, Nierentisch,
Petticoat und dem "Leukoplast-bomber".
Als eine Hommage an die Zeit des Wirtschaftswunders
hat Oberbürgermeister Uwe Hülsmann
mit dem Engagement der Musikrevue "Souvenirs,
Souvenirs" dieses Jahrzehnt am vergangenen
Wochenende in der ausverkauften Wandelhalle
wieder aufleben lassen. Damit ist es der Stadt
Bad Mergentheim gelungen, eine hochkarätige
Veranstaltung nach Bad Mergentheim zu holen,
wie die Reaktionen des restlos begeisterten
Publikums bewiesen. Kommentare wie "es
war einfach schön" oder "ich
hab´ mich wieder jung gefühlt"
zeigten, dass Vergangenheit und die Erinnerung
daran Balsam für die Seele sein können.
Die Veranstaltung ist Ausdruck der guten Zusammenarbeit
zwischen der Stadt Bad Mergentheim und dem Kulturreferat
der Stadt Mannheim.
Fast zwei Stunden lang bot das von Mannheims
Kulturbürgermeister Lothar Mark unterstützte
Ensemble des KulturNetzes Mannheim Ludwigshafen,
best Unterhaltung, die Zeit verging bei dem
luftigen, spritzigen, frechen und gefühlvollen
musikalischen Cocktail beliebter Schlagermelodien
wie im Fluge und mancher hätte wahrscheinlich
noch stundenlang zuhören und zuschauen
können. Wie ein Medley reihten sich die
Szenen aneinander, so dass ein vergnüglicher
und komödiantischer Spaziergang durch die
50er Jahre genossen werden konnte.
Die Show begann mit den Eingeborenen des fiktiven
Staates Trizonesien. Auch denen geht es immer
besser, so dass eine Braut gesucht wird und
siebenmal in der Woche etwas in der Luft liegt.
Die Reise geht mit Chianti-Wein und den bekannten
zwei kleinen Italienern zu Marina, der Habanero
singt wo meine Sonne scheint und ganz Paris
träumt von der Liebe.
Eine Bauchtänzerin heizt den Scheichs im
Café Oriental ein. Danach wird die Badehose
eingepackt und dabei darf natürlich auch
der Itsi-Bitsy-Teenie-Weenie-Honolulu-Strandbikini
nicht fehlen. So ausgestattet geht es mit dem
Süßen zum Segeln. Unterdessen wartet
eine Mutter am Hafen auf den Jungen, der mit
seiner Gitarre bald wiederkommen wird. Was wären
die 50er ohne Mimi, die ohne Krimi nie ins Bett
geht und ohne Rock`n´Roll, der seine Fans
in den Bann zog. Mühelos setzte sich die
neue Musikwelle aus den USA gegen die Schnulzensänger
durch, die Fete mit Elvis kann beginnen. Auch
die Capri-Fischer ziehen hinaus, der weiße
Flieder blüht und das "La Le Lu"
lädt die meisten Melodien zum Mitsingen
ein.
Ein wunderschöner Abend ist damit beendet,
der nicht so schnell in Vergessenheit geraten
wird.
Die Revue "Souvenirs, Souvenirs" verpackt
Nostalgie in eine unterhaltsame und mit Witz
vorgetragene Show. Das künstlerische Ensemble,
besteht aus dem Revueleiter und Allrounder Peter
Baltruschat (Bariton), Tenor Frank Landua, der
Sopranistin Simone Pohl, der Altistin Nicole
Metzger und der Tänzerin Kalliope Eberhardt
verstand es mit Gesang, Tanz und einer ausgefeilten
Choreographie, in die auch Zeitdokumente eingearbeitet
sind, die Herzen des Publikums im Nu zu erobern.
Die musikalische Begleitung lieferte eine Fünf-Mann-Live-Band
unter der Leitung von Wolf Mayer. Auch sie war
einfach Spitzenklasse. Bleibt am Schluss festzustellen:
Wer nicht da war, hat etwas versäumt.
rp
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